Die 1. Vorsitzenden im Kurz-Porträt
Unter dieser Rubrik finden Sie Inhalte aus unserer Festschrift / Chronik anlässlich unseres 100-jährigen Jubiläums zzgl. eventuell weiteres Text- und Fotomaterial.
Hauptlehrer Albert Coenen leitete den Verein von 1946 bis 1948. Er machte den Verein bei seinem Lehrerkollegium salonfähig. Nach dem Spiel gegen die Briten im Frühjahr 1946 mussten am Montagmorgen alle Jungens, die sich das Spiel angesehen hatten, ein großes Donnerwetter über sich ergehen lassen. Für Lehrerin Elisabeth Zöllner war es eine Todsünde, das Spiel der Christenlehre und Andacht vorgezogen zu haben. Diese Ausbrüche gab es später nicht mehr. Albert Coenen ist 1949 nach Mönchengladbach versetzt worden.
Anschließend übernahm Paul Zingraf von 1948 bis 1950 die Führung. Ihm fiel die Aufgabe zu, den Spielbetrieb in geordnete Bahnen zu lenken. Auch er ist 1950 verzogen. Aus diesem Grund musste er den Vorsitz abgeben.
Im Jahre 1950 wurde Dr. Wilhelm Beisken an die Spitze berufen. Sein besonderes Augenmerk richtete er auf das äußere Ansehen des Sportvereins und vor allem der Sportplatzanlage. So stellte er bei seiner Wiederwahl zur Bedingung „für das kommende Jahr erhöhte Arbeitsbereitschaft - vor allem der aktiven Spieler - bei der Gestaltung und Erhaltung des schönen Sportfeldes und der Grünanlagen". Unter seiner Führung wurde dann auch die Bepflanzung vorgenommen. Bei seinem Ausscheiden als Vorsitzender würdigte der Verein seine Verdienste und ernannte ihn zum Ehrenvorsitzenden.
Im Jahre 1957 übernahm der bis dahin als 2. Vorsitzender tätige Willi Nakath das Amt an der Vereinsspitze. Als bis dahin aktiver Fußballer widmete er sich besonders der Betreuung der Mannschaften. Aber auch die Sportanlage, direkt vor seiner Haustür, galt seine Aufmerksamkeit. Unter seiner Führung wurde das Gerätehäuschen mit Schiedsrichter- und Sanitätsraum errichtet. Es fanden nur wenige Auswärtsspiele statt, an denen er nicht teilnahm. Nach dem Tode von Dr. Wilhelm Beisken 1989 wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Er war dem Verein stets mit Leib und Seele verbunden.
Bruno Gerwers hat als Siebzehnjähriger 1955 - 1957 den Posten des Geschäftsführers unter dem Vorsitz von Dr. Wilhelm Beisken übernommen. Dann von 1960 - 1961. Von 1964 - 1973 war er 2. Vorsitzender, ebenso von 1978 - 1981. Von 1949 an war er Mitglied und aktiv im Verein tätig. Er gehörte der Aufstiegsmannschaft 1958 an. Auch am großen Sieg 1960 beim Amtspokal in Diersfordt (9:0) war er beteiligt. Es ehrt ihn, dass er trotz seiner knapp bemessenen Freizeit den Vorsitz 1973 übernommen hat. In seine Amtszeit fiel der Bau des Umkleidehauses am Sportplatz. Er ist bis heute dem Verein treu geblieben.
Am 9. März 1978 wurde Wilhelm Pooth mit großer Mehrheit zum Vorsitzenden gewählt. Zu dieser Zeit war das tiefste Tal durchschritten. Sein erstes Ziel war die Kreisliga. Er musste bald erkennen, dass man das Fußballgeschäft nicht errechnen kann. Unter seiner Führung hat der Verein große Erfolge feiern können. Über die PCAS wurde der Verein großzügig unterstützt. Sportlich war es die damals beste Zeit für den Verein. Die Zahl der Mitglieder hatte sich während seiner Amtszeit fast verdoppelt.
Obwohl Klaus ten Hoevel eine ausgezeichnete Bilanz vorweisen konnte, gute Finanzen, der sofortige Wiederaufstieg in die Bezirksliga 1990, mehrmals Stadtmeister in Feld und Halle und es auch verstand, Ruhe in und um den Verein zu bringen, wurde er am 20. März 1992 mit 50:32 Stimmen abgewählt. Die jungen Menschen haben der Verlockung des Geldes nicht widerstanden.
Nach dem Rücktritt von Wilhelm Pooth wurde am 9. April 1999 Friedhelm Bohländer zum Vorsitzenden gewählt. Er ist ein Mann aus den eigenen Reihen, der auswärts ein paar "Lehrjahre" absolviert hat. Er ist seit fast 50 Jahren Schiedsrichter, war Trainer von Jugendmannschaften und aktiver Seniorenspieler. Er und sein Team haben in deren erste Jahre unseren Verein wieder in ruhigeres Fahrwasser gebracht. Unter seiner Ägide wurde die Initialzündung und erste entscheidende Weichenstellungen hin zu unserer neuen Sportplatzanlage vorgenommen.
Am 28.02.2010 wurde Hans-Peter Faerber in das höchste Vereinsamt gewählt und ist mittlerweile der Amtsinhaber mit der längsten Amtszeit. In dieser Zeit schnupperte man sogar mal am Landesliga-Aufstieg und ist seit nunmehr fast 10 Jahren eine feste Kreisliga A-Größe. Genauso wichtig war und ist aber seine baufachliche Expertise in den Verhandlungen mit der Stadt Wesel und der anschließenden Koordinierung aller Bauabschnitte auf dem Weg zur Erstellung des Kunstrasenplatzes, der Umkleidekabinen UND dem im Vereinsbesitz sich befindlichen Vereinsheimes. Auch Dank ihm wurden hier Werte für Jahrzehnte und nachfolgende Generationen geschaffen.
